Eine Katze, die plötzlich nicht mehr frisst, sollte aufmerksam beobachtet werden. Manchmal stecken harmlose Gründe dahinter – zum Beispiel Stress, Futter, das nicht akzeptiert wird, Hitze oder ein voller Napf mit zu großen Portionen. Appetitlosigkeit kann aber auch ein Hinweis auf Zahnschmerzen, Übelkeit, Infektionen, Stoffwechselprobleme oder Schmerzen sein.
Warum Fressunlust bei Katzen besonders ernst ist
Im Gegensatz zu vielen Hunden dürfen Katzen nicht über längere Zeit auf Nahrung verzichten. Frisst eine Katze zu wenig oder gar nichts, kann das – je nach Tier und Ausgangslage – schnell problematisch werden. Vor allem übergewichtige Katzen haben ein erhöhtes Risiko für Stoffwechselentgleisungen, wenn sie über einen gewissen Zeitraum kaum fressen.
Mögliche harmlose Auslöser
Eine veränderte Umgebung, Besuch, ein Umzug, neue Tiere im Haushalt oder ein ungewohntes Futter können dazu führen, dass Katzen vorübergehend mäkelig werden. Auch warme Tage oder eine andere Fütterungsroutine spielen manchmal eine Rolle. Dennoch gilt: Bleibt die Futterverweigerung bestehen, sollte man nicht einfach weiter abwarten.
Warnzeichen, die Sie ernst nehmen sollten
Wenn Ihre Katze zusätzlich erbricht, sich versteckt, apathisch wirkt, stark speichelt, Gewicht verliert oder deutlich weniger trinkt, sollte sie tierärztlich vorgestellt werden. Gleiches gilt, wenn Mundgeruch, Schmerzen beim Fressen oder auffälliges Verhalten am Napf auftreten.
Was Sie bis zum Termin tun können
Bieten Sie frisches Wasser, ruhige Fütterung und – falls Ihre Katze das kennt – leicht erwärmtes Futter an. Zwingen Sie sie nicht zum Fressen und wechseln Sie nicht ununterbrochen das Futter. Viel wichtiger ist, den Zustand engmaschig zu beobachten und rechtzeitig handeln zu lassen.
Wichtig: Wenn Ihre Katze deutlich weniger als sonst frisst oder die Nahrung komplett verweigert, sollten Sie lieber einmal früher als zu spät in der Praxis anrufen.