Wenn Hund oder Katze plötzlich auffällig viel trinken, fällt das vielen Haltern schnell auf. Nicht immer steckt sofort eine Krankheit dahinter: Hitze, Aktivität, Trockenfutter oder Stress können den Durst erhöhen. Hält das Trinkverhalten jedoch an oder kommt es ganz plötzlich, lohnt sich eine genauere Beobachtung.
Wann „viel trinken“ wirklich auffällig ist
Entscheidend ist oft nicht nur die absolute Menge, sondern die Veränderung zum normalen Verhalten. Trinkt Ihr Tier deutlich mehr als sonst und setzt vielleicht auch mehr Urin ab, ist das ein ernstzunehmendes Signal. Gerade bei Katzen fällt vermehrtes Trinken oft erst spät auf – deshalb ist Aufmerksamkeit so wichtig.
Mögliche Ursachen
Zu den möglichen Ursachen gehören Hitze, Trockenfutter, Stress oder körperliche Belastung. Bleibt der erhöhte Durst aber über Tage bestehen, kommen auch Erkrankungen wie Nierenprobleme, Diabetes oder Harnwegsprobleme infrage. Bei Katzen gilt das besonders häufig, bei Hunden ebenso.
Was Sie zu Hause tun können
Am besten messen Sie die Trinkmenge über mehrere Tage möglichst genau. Achten Sie darauf, ob es andere Wasserquellen gibt, die das Bild verfälschen könnten. Beobachten Sie außerdem Gewicht, Appetit, Aktivität und Urinabsatz.
Wann Sie zum Tierarzt sollten
Wenn das vermehrte Trinken deutlich anhält, Ihr Tier zusätzlich Gewicht verliert, häufiger uriniert, müde wirkt oder sich anderweitig verändert, sollte die Ursache abgeklärt werden. Wichtig: Entziehen Sie Ihrem Tier das Wasser nicht. Das kann die Lage verschlimmern.
Praxis-Tipp: Ein kleines Trinktagebuch über zwei bis drei Tage ist oft sehr hilfreich, wenn Sie sich bei der Praxis melden.